Einspritzungsmethode - RTM

podkreślenie
Es handelt sich dabei um eine Produktionsmethode in sehr starken geschlossenen Formen. Zuerst wird die Gelcoat-Schicht aufgetragen (Ausführungen ohne Gelcoat-Schicht möglich). Anschließend werden die Trägerschichten (Glasmatten, synthetische Matten, Sandwich-Matten, Coremat, Roving, etc.) und ggf. auch Verstärkungen und Ausbauelemente auf die Form aufgetragen. Die Schließung mit der zweiten Formhälfte muss einen entsprechenden Andruck  und ausreichende Schließkraft gewährleisten.
Dazu werden Druckluft, spezielle Klemmen, Servomotoren oder Pressen verwendet. Da dabei bedeutende Schließkräfte und der aus der Harzeinspritzung resultierende Druck entstehen, müssen die bei dieser Methode eingesetzten Formen eine ausreichende Beständigkeit aufweisen. Dazu werden spezielle Pasten, Verbundwerkstoffe, sowie Metallrahmen und entsprechende Verstärkungselemente eingesetzt. Nach der Schließung der Form wird das Harz über eine spezielle Formöffnung (-en) eingespritzt.


Vorteile der methode

- die Methode ist ab großen Serien rentabel,
- reduzierte Emission von flüchtigen Bestandteilen.
- sehr hohe und homogene Qualität der Produkte,
- gute mechanische Eigenschaften ermöglichen eine weitere Reduzierung der Wanddicke,
- höherer Anteil an Glas und höchste Beständigkeit des Produktes,
- beidseitig ästhetische und glatte Oberfläche (auch wenn die Gelcoat-Schicht nicht angewandt wird),
- höchste Prozessleistung,
- Dickentoleranz der Wände bis 0,25 mm,
- wenig Abfallmaterial und niedrigerer Materialverbrauch,
- sehr niedrige Einzelkosten der Herstellung bei relativ hohen Ausrüstungskosten.

Beschränkungen der methode

Technische Beschränkungen (z.B. technologische Strahlung, Wandneigung), Beschränkungen in der Form, den Maßen und dem Komplikationsgrad. Die RTM-Methode kann bei weniger komplizierten Elementen angewandt werden. Die verhältnismäßig hohen Ausrüstungskosten beschränken die Anwendungsmöglichkeiten dieser Methode bei der Produktion von Elementen großer Ausmaße.
Sonstige Nachteile:
-  hohe Kosten bei der Produktionseinleitung, Ausrüstung, Ausstattung,
- eingeschränkte Möglichkeiten, Änderungen in der Form einzuführen,
- verhältnismäßig zeitaufwändige Produktionsvorbereitung.